NGC 6960 Westlicher Cirrus­nebel

Bild: Ken Crawford; Details

Nacht von Mittwoch, 03.09.2025, auf Donnerstag, 04.09.2025

Die Rahmenbedingungen für die Beobachtung von NGC 6960 (Westlicher Cirrus­nebel) sind mäßig bis akzeptabel. Am besten beobachtbar ist NGC 6960 während der astronomischen Nacht und zwar 1 Stunde und 15 Minuten lang vom 04.09.2025 (Do) um 02:00 Uhr bis zum 04.09.2025 (Do) um 03:15 Uhr. NGC 6960 ist hoch am Himmel im Westen zu beobachten. Die maximale Horizonthöhe von NGC 6960 beträgt 53°.

Zwei Finger bewegen sich auseinander
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Westlicher Cirrusnebel visuell …

Um den westlichen Cirrusnebel zu beobachten, braucht man einen OIII-Filter für sein Teleskop. Diese Art Filter lässt nur Licht einer speziellen Wellenlänge durch, nämlich Licht von ionisiertem Sauerstoff. Der Cirrusnebel strahlt in diesem Spektrum. Ohne den Filter säuft der Nebel in der allgemeinen Himmelshelligkeit ab. Unser Himmel ist schließlich durch die menschengemachte nächtliche Beleuchtung nicht mehr schwarz, sondern grau. Der OIII-Filter sollte in Verbindung mit einem Teleskop ab 200 mm Teleskopöffnung verwendet werden. Wer viel Licht wegfiltert, braucht nämlich zuvor viel Ursprungslicht. Und viel Licht bekommt man durch viel Teleskopöffnung.

Wer nur ein kleineres Teleskop hat (weniger Öffnung), sollte hingegen einen UHC-Filter verwendet. Der lässt mehr Wellenlängen durch. Dadurch wird das Bild heller, allerdings auch der Kontrast zwischen Nebelstrukturen und sonstigem Licht geringer. Wem mit einem OIII-Filter die Navigation am Himmel schwerfällt, weil man weniger Orientierungspunkte sieht, der kann natürlich auch in Verbindung mit einem großen Teleskop einen UHC-Filter verwenden. Dann ist halt nur bei starker Lichtverschmutzung der Kontrast nicht so gut.

Aber was sieht man denn nun? Wie das Bild oben auf der Seite zeigt, erkennt man dank eines Filters fadenähnliche Strukturen. Der Himmelhintergrund wird durch den Filter richtig, richtig schwarz. Vor diesem Hintergrund werden die besagten Fäden gut akzentuiert und scharf abgegrenzt sichtbar. Wegen dieser Fäden wird der westliche Teil des Cirrusnebels (NGC 6960) auch ⁠ ⁠»⁠ ⁠Hexenbesen⁠ ⁠«⁠ ⁠ genannt. Man sieht allerdings keine Farben.

 … und als Fotoobjekt

Wer Farben will, der muss fotografieren. Bei einer Farbkamera könnte man einen Duo-Band-Filter nutzen, der die Spektralbereiche Hα und OIII durchlässt (z.B. L-eNhance oder L-eXtreme). Bei einer Monochromkamera nutzt man ein Filterrad mit separaten Hα- und OIII-Filtern. So oder so kann man das Rot der Hα-Linie und das Türkisblau des ionisierten Sauerstoffs einfangen.