NGC 6992 Östlicher Cirrus­nebel

Bild: Sascha Schueller; Details

Nacht von Sonntag, 12.07.2026, auf Montag, 13.07.2026

Die Rahmenbedingungen für die Beobachtung von NGC 6992 (Östlicher Cirrus­nebel) sind akzeptabel bis gut. Am besten beobachtbar ist NGC 6992 wenn es richtig dunkel ist und zwar 2 Stunden und 37 Minuten lang vom 13.07.2026 (Mo) um 00:09 Uhr bis zum 13.07.2026 (Mo) um 02:46 Uhr. NGC 6992 ist zunächst hoch am Himmel im Osten zu beobachten, später hoch am Himmel im Südosten und zuletzt fast senkrecht über unseren Köpfen. Die maximale Horizonthöhe von NGC 6992 beträgt 71°.

Zwei Finger bewegen sich auseinander
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Visuelle und fotografische Beobachtung

Tipps zur Nebelbeobachtung findet ihr auf der Seite über den westlichen Cirrusnebel (NGC 6960). Die Hinweise zum Einsatz von Filtern, zur Vergrößerung und so weiter treffen auch auf den östlichen Cirrusnebel zu.

Wo kommt der Cirrus­nebel eigentlich her?

Hier die gängige Theorie über die Entstehung des Cirrusnebels – sowohl des östlichen als auch des westlichen Teils. Ausgangspunkt ist eine Supernova-Explosion. Die tritt ein, wenn einem sehr massereichen Stern (mehr als 8-mal so schwer wie die Sonne) am Ende seines Lebens der ⁠ ⁠»⁠ ⁠Sprit⁠ ⁠«⁠ ⁠ ausgeht. Wenn er kein Material für die Kernfusion mehr hat, kollabiert der bis dato aktive Kern. Bisher hatte das innere ⁠ ⁠»⁠ ⁠Brodeln⁠ ⁠«⁠ ⁠ des Sterns ihn auf seine normale Größe ⁠ ⁠»⁠ ⁠aufgepumpt⁠ ⁠«⁠ ⁠. Diese Kraft fällt nun weg und die Schwerkraft lässt den Stern zusammensacken. Die äußere Materie des Sterns kracht auf den geschrumpften Kern. Dieser Zusammenbruch geht aber nicht heimlich, still und leise vonstatten, sondern verursacht einen großen Knall, in dem die äußeren Schichten des Sterns weggeschleudert werden.

Dieses Ereignis – also die Supernova – verursachte eine Schockwelle, die sich vom Stern ausgehend durch die Galaxis pflügt. Na und? Im leeren Raum ist doch nichts, dem die Schockwelle was antun könnte. Nun, so leer ist der leere Raum nicht. Der Raum zwischen den Sternen ist kein absolutes Vakuum, sondern enthält Gas und Staub in ganz geringen Mengen.

Die Schockwelle der Supernova pflügt sich durch dieses sogenannte interstellare Medium. Beim Aufprall der Schockwelle auf das interstellare Medium wird kinetische Energie in Strahlung umgesetzt. Wie? Die Schockwelle staucht das Gas zusammen und erhitzt es. Die Atome im Gas – insbesondere Sauerstoff und Wasserstoff – werden ionisiert, was bedeutet, dass ihnen Elektronen entrissen werden. Die freien Elektronen stoßen immer wieder mit Atomen zusammen. Und dabei entsteht Strahlung in Form von Licht in ganz bestimmten Wellenlängen. Deshalb eignen sich die im Artikel über den westlichen Cirrusnebel erwähnten Teleskop­filter für die Beobachtung.



NGC 6992 finden

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In der Mitte der roten Kreise befindet sich NGC 6992. Die roten Kreise entsprechen den Markierungen eines Telrad-Suchers: 0,5 Grad, 2 Grad und 4 Grad. Der Kartenausschnitt ist insgesamt 70 Grad breit und hoch. Anhand der markanten Sternbilder findest das gesuchte Objekt. Hellere Sterne werden als größere Punkte dargestellt. Das bedeutet, dass du die besonders dicken Sterne auch bei schlechteren Sichtbedingungen (Stadtnähe) als Orientierung nutzen kannst. Außerdem sind die Sterne abhängig von ihrem Farbindex blau bis orange eingefärbt. Blaue Sterne sind heißer, rötliche kühler.