M27 Hantelnebel
Nacht von Sonntag, 12.07.2026, auf Montag, 13.07.2026
Die Rahmenbedingungen für die Beobachtung von M27 (Hantelnebel) sind akzeptabel bis gut. Am besten beobachtbar ist M27 wenn es richtig dunkel ist und zwar 2 Stunden und 37 Minuten lang vom 13.07.2026 (Mo) um 00:09 Uhr bis zum 13.07.2026 (Mo) um 02:46 Uhr. M27 ist zunächst hoch am Himmel im Südosten zu beobachten, später hoch am Himmel im Süden und zuletzt hoch am Himmel im Südwesten. Die maximale Horizonthöhe von M27 beträgt 62°.
Ein fantasieanregendes Einsteigerobjekt
Der Hantelnebel, katalogisiert als Messier 27, ist einer der eindrucksvollsten planetarischen Nebel am Nordhimmel – also dem Himmelsbereich, den wir auf der Nordhalbkugel beobachten können – und ein ideales Objekt für Einsteigerinnen und Einsteiger. Er liegt im Sternbild Fuchs (Vulpecula) und ist wohl etwa 1200 Lichtjahre entfernt. Mit der entsprechenden Vergrößerung sieht man eine Hantel, eine Sanduhr oder einen Schmetterling – je nach Fantasie.
Eine Zeichnung aus dem Jahr 1856 – Quelle: Wikimedia Commons
Wie man M27 findet
M27 befindet sich zwischen den Sternbildern Pfeil (Sagitta) und Schwan (Cygnus). Wenn man sich die vogelartige Form des Sternbilds Schwan eingeprägt hat, kann man es gut am Himmel erkennen. Auch das in der Nähe befindliche Sternbild Leier (Lyra) ist von seiner Form her ziemlich eindeutig. Mit diesen drei Referenzpunkten im Sinn (Pfeil sowie insbesondere Schwan und Leier), kann man den Hantelnebel ganz gut anpeilen. Es folgt eine Auffindkarte:
Quelle: IAU and Sky & Telescope magazine (Roger Sinnott & Rick Fienberg) – siehe Wikimedia Commons
Was man sehen kann
Mit dem Fernglas: Planetarische Nebel sind grundsätzlich schwierig für Ferngläser. M27 wiederum ist – relativ gesehen – so hell und groß, dass man unter guten Bedingungen Glück haben kann.
Mit dem Teleskop: Durch ein kleines Teleskop (70 mm Öffnungsdurchmesser) kann man mit Glück bereits eine Hantelform erkennen. Vielleicht sieht man aber auch nur ein Oval. Durch ein größeres Teleskop (200 mm Öffnungsdurchmesser) sieht man die Hantel auf jeden Fall besser. Und vielleicht erkennt man noch mehr schleierartige Gebilde drumherum sowie den Zentralstern in der Mitte.
Fotografisch: Durch längere Belichtungszeiten werden die Farben sichtbar: Der Hantelnebel ist deutlich grün und rot. Und auf richtig guten Aufnahmen erkennt man den feinen Halo rund um den Nebel.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Bei einem planetarischen Nebel handelt es sich allem Anschein nach um einen Stern, der seine äußere Atmosphäre abgestoßen hat. Der verbliebene Kern bringt das abgestoßene Gas zum Leuchten. Im Vergleich zu einer Supernova (Stern explodiert) läuft dieser Prozess aber wohl verhältnismäßig ruhig ab. Planetarische Nebel entstehen wahrscheinlich am Lebensende kleinerer bis mittlerer Sonnen, wohingegen große Sterne in einer Supernova explodieren. Planetarische Nebel wie M27 existieren vermutlich nur vergleichsweise kurz: einige Zehntausend Jahre. Danach hat sich das Gas zu weit verteilt, um weiter sichtbar zu leuchten. Soweit die gängige Theorie.
Manche erkennen in M27 die Form eines Apfelkerns, einer Hantel oder sogar eines Schmetterlings – je nach Teleskop und Fantasie.
Auf jeden Fall ist er ein ideales Einsteigerobjekt, das richtig was hermacht.
M27 finden
In der Mitte der roten Kreise befindet sich M27. Die roten Kreise entsprechen den Markierungen eines Telrad-Suchers: 0,5 Grad, 2 Grad und 4 Grad. Der Kartenausschnitt ist insgesamt 70 Grad breit und hoch. Anhand der markanten Sternbilder findest das gesuchte Objekt. Hellere Sterne werden als größere Punkte dargestellt. Das bedeutet, dass du die besonders dicken Sterne auch bei schlechteren Sichtbedingungen (Stadtnähe) als Orientierung nutzen kannst. Außerdem sind die Sterne abhängig von ihrem Farbindex blau bis orange eingefärbt. Blaue Sterne sind heißer, rötliche kühler.