Uranus
Nacht vom Dienstag, 14.04.2026 auf Mittwoch, 15.04.2026
Die Rahmenbedingungen für die Beobachtung des Planeten Uranus sind mäßig bis akzeptabel. Uranusaufgang ist am 14.04.2026 (Di) um 07:49 Uhr und Uranusuntergang am 14.04.2026 (Di) um 23:22 Uhr. Beobachtbar ist Uranus nach der Abend- und vor der Morgendämmerung und zwar 0 Stunden und 24 Minuten lang vom 14.04.2026 (Di) um 22:21 Uhr bis zum 14.04.2026 (Di) um 22:45 Uhr. Der Planet Uranus ist zunächst nahe dem Horizont im Westen zu beobachten und später nahe dem Horizont im Nordwesten. Die maximale Horizonthöhe des Planeten Uranus beträgt 9°.
| Beobachtungsscore | 1 von 3 ★☆☆ |
|---|---|
| Aufgang | Di, 14.04.2026 07:49 Uhr |
| Untergang | Di, 14.04.2026 23:22 Uhr |
| Beobachtbar ab | Di, 14.04.2026 22:21 Uhr |
| Beobachtbar bis | Di, 14.04.2026 22:45 Uhr |
| Max. Horizonthöhe | 9° (Di, 14.04.2026 22:21 Uhr) |
Ausblick
18.04. - 19.04.
Sa So
Nicht
beobachtbar
19.04. - 20.04.
So Mo
Nicht
beobachtbar
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Ein ferner Eisriese
Warum sich ein Blick lohnt
Die fünf hellen Planeten des Sonnensystems sind die offensichtlichen Highlights des Nachthimmels. Uranus … gehört nicht nicht dazu.
Aber: Obwohl er sehr viel lichtschwächer ist als die hellen Planeten und mit bloßem Auge im Endeffekt unsichtbar, kann man ihn trotzdem mit einem einfachen Fernglas » sichtbar machen « . Was sieht man dann? Ein kleines Pünktchen ohne Strukturen.
So findet man Uranus
Am einfachsten geht das mit einer entsprechenden Sternkarte oder App und » Sternhopping « . Das heißt, man fährt zunächst einen hellen, auffälligen Stern in der Nähe an und arbeitet sich dann weiter vor.
Wie unterscheidet man Uranus von einem Stern?
Fremde Sterne erscheinen von der Erde aus als Punkte. Man kann sie so hoch vergrößern wie man will – aus dem Pünktchen wird niemals eine Scheibe mit einem messbaren Durchmesser. An den Planeten unseres Sonnensystems sind wir hingegen nah genug dran, um sie als Scheibe (oder Scheibchen) mit einem Durchmesser wahrzunehmen. Dieser Unterschied führt in Verbindung mit unserer Atmosphäre dazu, dass Sterne funkeln, Planeten hingegen nicht.
Jupiter und Saturn kann man so leicht mit bloßem Auge von hellen Sternen unterscheiden. Ein heller Stern würde durch die Lichtbrechung funkeln – Jupiter und Saturn tun das nicht. Uranus sehen wir zwar nicht mit bloßem Auge, aber der besagte Effekt bleibt beim Blick durchs Fernglas oder Teleskop erhalten. Bei höher Vergrößerung » wabert « der Uranus zwar aufgrund der Luftunruhe, aber er funkelt nicht.
Ein zweites Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe. Sterne leuchten weiß, blau oder orange (je nach Sterntemperatur). Uranus hat einen Pastellton Richtung Türkis/Blaugrün.
Und hier noch ein letztes Unterscheidungsmerkmal zwischen Uranus und den Sternen: Wenn es einem schwer fällt, Pünktchen und Scheibchen zu unterscheiden, man aber richtig Zeit und Muße hat, dann kann man das infrage kommende Objekt Tag für Tag beobachten und die Position im Vergleich zu den Sternen notieren. Wenn es über mehrere Tage im Vergleich zu den anderen Pünktchen wandert, dann ist es ein Planet. (Mehr dazu im Artikel über Fix- und Wandelsterne.)
Was man im Fernglas sieht
Halten wir fest: Im Fernglas (so ab 8x42) erscheint Uranus als winziger, leicht türkisfarbener Lichtpunkt. Das klingt zwar unspektakulär, aber denken wir daran, dass wir gerade einen Planeten, der fast drei Milliarden Kilometer entfernt ist, beobachten.
Was ein Teleskop zeigt
Mit einem kleinen Teleskop (ab 80 mm Öffnung) wird Uranus zu einer kleinen Scheibe. Man sieht jedoch weiterhin keine Details. Ab etwa 150 mm Öffnung erkennt man die blassgrüne Farbe besser.
Was fotografisch möglich ist
- Schon kurze Brennweiten zeigen Uranus als farbigen Punkt, der sich von den umgebenden Sternen farblich absetzt.
- Mit längerer Brennweite und Planetenkameras kann die Scheibe klar aufgelöst werden.
Sonstiges
- Uranus Rotationsachse ist um etwa 98 Grad gekippt. Daraus resultiert, dass die vier Jahreszeiten dort jeweils über 20 Jahre dauern.
- Er war der erste Planet, der mit einem Teleskop entdeckt wurde (1781 durch William Herschel).
- Woher kommt eigentlich der blau-grüne Farbton? Offenbar entsteht er durch Methan in der Atmosphäre, das rotes Licht stark absorbiert.
Fazit
Uranus gehört nicht zu den auffälligen Objekten, aber wer ihn findet, freut sich.